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In der Pfingstwoche 2007 sind wir schnell entschlossen
mit dem WoWa in Richtung Paris gefahren. In irgendeiner
Zeitung hatte Karin einen Artikel über eine Radtour
in Paris gesehen und beschlossen, das das auch für
uns was wäre. Sonntags sind da Strassen in der
Innenstadt für Autos gesperrt, und das sollte ganz
toll sein. Da könnte man direkt an der Seine lang
radeln, das wäre ganz toll.
Wir also den WoWa angespannt und in Richtung
Paris gefahren, als Quartier hatten wir uns einen Campingplatz
nördlich der Stadt ausgesucht.
Campix
heisst der, ein schöner, ziemlich naturbelassener
Platz, fahren wir noch öfter wie hin (der Besitzer
spricht deutsch). Wir waren ein paar Tage vor Pfingsten
schon da und haben das Umland erforscht, lohnt sich,
nicht nur wegen Chantilly und sind auch mit der RER
nach Paris gefahren.
Aber nun mal zu dem Fahrradfahren in Paris.
Die
Räder also am Sonntag in das Auto und nach Paris.
Parken wollte ich im Bois de Boulogne, was auch geklappt
hat. Ich hatte, glaube ich, den letzten freien Parkplatz
erwischt. Der Park war voll Autos, Radfahrer, Fußgänger,
Jogger. Fantastisch, für uns Kleinstädler,
wie Libori (Paderborner Volksfest). Dann auf die Räder
und in Richtung Stadt über die Rue Foch, natürlich
zum Arc de Triomphe. Dann ein wenig den Champs Elysées
lang, und vor dem einsetzenden Regen in eins der zahllosen
Cafes geflüchtet. Wenn man(n) auf dem Bürgersteig
fährt, muss man(n) etwas auf die Eisenpoller in
Kniehöhe achten, das habe ich wirklich erfahren.
Zum Glück ist nichts passiert. Geregnet hat
es noch nicht so richtig, nur nett war es nicht.
Dann über die Strasse und in die Rue de Berri (?)
zur Rue du Faubourg St. Honoré bis zum Place
Vendôme. Da wurde der Regen schon störender.
Noch ein bisschen im 2. Bezirk rum geradelt. Leider
habe ich es nicht geschafftt, in den 1ten zu kommen,
in die Rue
de Coquillière 18-20 . Und
ob das Foto was geworden wäre, ist sehr fraglich,
die anderen Fotos sehen nämlich grauenhaft aus,
Regenwetter!
Irgendwann sind wir dann über den
Place de la Concorde über die Seine und am Ufer
lang zum Eiffelturm. Ein bisschen drunter gesessen, da
war es ja zumindest trocken und beschlossen wieder zum
Auto zu fahren, es regnete und regnete. Gesagt getan,
am Trocadero noch in einen schicken Salon de Thé
und dann quer durch den 16ten Bezirk zum Auto zurück,
das jetzt ganz einsam da stand.
Inzwischen gabs auch einen Artikel im Spiegel,
und die verweisen auch auf den Strassenplan
mit den Radwegen in Paris, den ich ausgedruckt
mit hatte und der sehr hilfreich war. Leider gibt es
beides z. Zt. nicht mehr.
Es ist Sonntags relativ ruhig in der
Innenstadt, Gefahr kommt eher von Fußgänger,
mit Kameras vor beiden Augen, Rollschuhfahrern und anderen
Radfahrern, als von den Autos.
Polizisten haben
uns gesehen, als wir verkehrt in Einbahnstrassen waren.
Angesprochen haben die uns nicht. Ob das nun am Regen
lag, oder daran, das wir erkennbar "Unfranzosen"
waren, weiss icht nicht. Normalerweise greifen die aber
schon ein. Die Entfernungen sind grösser als
man denkt, gerade die spontanen "lassunsmalebendasehenkm"
addieren sich.
Das
machen wir nochmal, haben wir beschlossen. Das nächste
Mal versuche ich, ob man in Vaugirard (Porte de la Plaine)
nicht besser parkt. Da sind viele Ministerien und Verwaltungen,
da müssten Sontags doch Parkplätze frei sein.
Und regnen sollte es auch nicht.
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