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Jeden Tag hab ich ein paar Zeilen aufgeschrieben:
Wenn du jetzt nur die Zusammenfassung lesen willst,
bitte sehr, zur Zusammenfassung.
Sa. 30.6. Nevers - La Charité-s/L
Ausgesetzt haben sie mich etwas ausserhalb der Innenstadt.
(Der
Ordnung halber, "sie" sind mein Sohn und Partnerin).
Einen Passanten nach dem Weg gefragt - mein französisch ist grauenvoll - ungefähr verstanden
und mitten durch die Stadt, runter zur Loire. Am rechten Ufer lang, sehr
schöner Kiesweg, der wurde aber immer schlechter. Die erste Katastrophe,
die Befestigungsschraube und die Abdeckscheibe des Hauptgelenks
vom Anhänger ist weg, mitten im Gelände, 5km von Nevers
weg. Fahrrad und Anhänger hingestellt und zu Fuß zurück,
so 500m. Erst die Scheibe gefunden, dann die Schraube. Habe ich
beim Zusammenbau des Hängers wohl nicht richtig festgeschraubt.
Mir ist klar,
das es eine Klassefahrt wird, wenn man so viel Glück hat,
was soll dann noch passieren? Der Weg endet dafür sehr chaotisch
an einer Strasse,
in Marzy eine schlimme Steigung, in Hügeln weiter nach Fourchamboult,
dann über die Brücke rüber zum Kanal, da gibt es
keine Steigungen, dachte ich, und nach La Charité-sur-Loire.
Camping municipale, 34FF, tolle Brücke, schöne
Altstadt, wenig Fahrräder, aber viele Kanuten. Wenn man aus
der Stadt kommt, vor der Brücke, links, stehen jede Menge WoMos
rum, aber kein offiz. Stellplatz.
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So. 1.7. La Charité-s/L
- Beaulieu-s/L
Es ist wie zu Hause, alles zu, nur ein Bäcker
hat auf, leider hat der keinen Kaffee, zum Glück aber Wasser,
gleich 2 Flaschen gekauft. Abgebaut, eingepackt, die Sonne scheint,
9 Uhr los. Lange, gerade Strassen, links vom Fluß bis Pouilly-s/L,
dann die Seite gewechselt, da wirds bergig, Tracy-s/L war zwar schön,
hat
aber einige gemeine Berge. Das Schloß ist privat, weiter auf
der D243, von weitem sieht man jetzt Sancerre. Am Abzweig dahin
beschliesse ich mir das zu sparen, da fahren zuviel Leute hin, ist
ja Sonntag, da macht man den Familienausflug. Also weiter durch
einen Wald, und dann vor Cosne-s/L übelstes Industriegebiet,
in Le Port Aubry über die Brücke und weiter auf der linken
Seite, ein ganz toller Park. Weiter am Fluß bis La Madelaine,
dann über Léré nach Beaulieu-s/L. oben auf dem
Berg. Der Campingplatz, ein kleiner, aber feiner, liegt etwas tiefer,
kostete 20,65FF
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Mo. 2.7. Beaulieu-s/L
- Gien
Heute schon früh los. Zum Einkaufen nach Bonny-s/L. Endlich
wieder Kaffee, aber nur eine Flasche Wasser gekauft, das war ein
Fehler. Auf dem GR3 Weg, ein Wanderweg der immer wieder auftaucht,
im Schatten nach Châttilon-s/L, dann Briare mit der berühmten
Brücke. Monsieur Eiffel konnte nicht nur in die Höhe
bauen, nein in die Länge auch. Den GR3 gefahren, eine Katastrophe, hier ist er wirklich
für Wanderer, oder Mountainbiker, aber nicht für alte
Männer mit Anhänger. Die Richtung verloren und quer durchs
Land nach St.-Brisson-s/L. Lange Pause am Schloß, da gab es
gerade ein Vorführung alter Kriegsmaschinen, Jubel, Trubel,
Heiterkeit. Eine Schulklasse aus Schwaben, man hörts besucht
wohl die Partnerstadt. Weiter nach Gien. Die Stadt ist etwas bergig, also erst
zum Campingplatz, aufgebaut, geduscht und dann ins Städtchen.
Die Nacht kostet hier 50FF, sind wir denn Millionäre? Die Johanna von Orleans ist hier allgegenwärtig. Den Ort
muss ich mir merken, hier gibt es tolle irdene Kochtöpfe. Der
Wein war gut, ein Roter, Coteaux du Giennois aus den Caves de Pouilly-s/L.
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3.7. Di Gien - Châteauneuf-s/L.
Gleich um 9 Uhr los, die Straße am Campingplatz, dann oben
auf dem Deich lang, bis St. Gondon. Weiter auf der D951, die Druidensteine
bei La Ronce sind nicht erreichbar, Brennesseln ganz dicht. Dann
kurz vor Lion-en-Sullias wieder auf den Deich. Es ist heiß,
kein Schatten. Von weitem sieht man schon Sully-s/L., immer die
zwei Türme, es sind noch 10km dahin. Ein schönes Schloß,
ein bisschen durch die Stadt, sehr betriebsam, dann über die
Brücke, mitten zwischen den LKWs. Das ist der Nachteil der
Brücken, da sammeln die sich, die Autobahn ist nah. Und die
Brücken sind nicht allzu breit, da muß man Nerven haben,
manchmal sind 15cm Abstand ganz normal.Auf der anderen Seite auf
die D60 und wieder auf den Deich, da gibts einen Radweg "Loire
á velo". In St-Benoit-s/L. Pause, dann nach Germigny-des-Prés
wegen des Mosaiks und weiter nach Châteauneuf. Abends um 21:30
sind es noch 35 Grad, 206 km bis hier hin.
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4.7. Mi Châteauneuf-s/L. - Orleans
9:00 Uhr scheint die ideale Startzeit zu sein. Gleich neben dem
Campingplatz ist der Radweg nach Orleans, über den Deich. Kurz
vor Jargeau bin ich einen Bordstein runtergefahren, Ergebnis der
Mantel vom Anhängerrad ist fast abgesprungen, ausgebaut und
repariert. Jargeau ist nicht so prickelnd, weiter. Heute ist Hinterradtag,
kurz vor Orleans schleift es, alles abgepackt und wieder festgeschraubt.
In Orleans gibt es Radwege, aber undurchschaubar diese Stadt, der
Weg zum Campingplatz ist merkwürdig ausgeschildert, liegt in
Olivet. Ganz klein, aber schön, nette Platzwarte. Nach der
Routine in die Stadt, Stadtrundfahrt in einer Bimmelbahn, mit dem
Rad wär das nicht gegangen. Von weitem droht ein Gewitter,
zurück zum Zelt, unterwegs eingekauft und dann gings los. Keine
Regensachen mit, und nix zum unterstellen, und Böen wie an
der See. Als ich dann ganz durch bin, lässt es nach, vorher
ging das wohl nicht. Im Zelt gekocht, war lecker, auch der Wein,
ein "Domaine des Dars", Saumur Champigny, Jean Derounard.
Ein Sicherungshaken vom Anhänger ist weg, einen in Reserve
hab ich ja. Um 21 Uhr gewittert es immer noch. Das war jetzt der
nördlichste Punkt der Fahrt, ab morgen gehts wieder nach Süden.
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5.7. Do Orleans - Beaugency
Wegen des Regens gestern, heute morgen erstmal Abwasch, es regnet
immer noch, wenn auch ganz leicht. Beim Abbau habe ich den Sicherungshaken
wieder gefunden, Glück muss man haben. Um 9:00 Uhr wieder Start,
über einen Schleichweg, den mir die nette Platzwartin aufgezeichnet
hatte, durch Vorortsträßchen nach St-Hilaire-St-Mesmin.
Es hört auf zu Regnen, auf dem Deich nach Meung-s/L. Ein schöner,
alter Ort, ein tolles Schloß mit großem Park, der Regen
droht wieder, trotzdem erstmal einen "grand noir". Dann
weiter nach Beaugency, der GR3 taucht wieder auf, der Regen auch.
In Beaugency im Regen aufgebaut, und in die Stadt geradelt. Da ist
es so, wie ich mir Frankreich vorstelle, Gassen, Strässchen,
Blumen, kleine Lädchen. Ich beschliesse trotz Regens, hier einen
Tag länger zu bleiben, in der Nähe liegt Talcy, ein kleines
Schlößchen, mit einer kitschigen Liebesgeschichte drumherum. Die
Stadt Beaugency hat einen WoMo-Stellplatz, hinter der Brücke in Richtung
Paris. Zum Essen gibt es einen Roten aus der Touraine, "Domaine
du haut Perron" Guy Allion, Thésée, sehr brauchbar.
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6.7. Fr Rundtour Beaugency
Hauptziel ist Talcy, übers Land Josnes, Séries, Conciers.
Talcy ist klein und gut renoviert, ein schöner Garten mit
einem berühmten Brunnen und grossem Taubenschlag. Sehr schön
eingerichtet. Weiter übers Land. Erbsen, Zwiebeln, Mohn, Cerealien
(das Wort kenn ich aus der Werbung), Sonnenblumen, Flachs, Raps,
was es nicht alles gibt! Und nicht mal kleine Felder, meist so gross
wie das Auge reicht. In den Dörfern stehen überall Walnußbäume.
Als ich wieder in Beaugency bin, waren es 65km. Nochmal in den
Ort, Zwiebeln und Knoblauch fehlen, was sollen denn das für
Bratkartoffeln werden. Um 20Uhr siehst stark nach Regen aus, das
halbe Fläschchen Restroter von gestern ist zu den Bratkartoffeln
ideal.
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7.7. Sa Beaugency - Blois
Die Nacht hat es geschüttet wie aus Kübeln und gewittert
wie verrückt, ob so Zeltstangen wohl einen Faradayschen Käfig
bilden? Es ist saukalt am Morgen, ich ziehe mir die Strumpfhose
an, ausserdem bläst ein strammer West, da kommt Freude auf.
Am rechten Ufer nachTavers, Lestjou, Avaray bis zur D112, über
die Loire nach Muides und nach Chambord. Da boxt der Papst, alle
Völker dieser Welt sind da zusammen. Mir ist der Rummel zuviel,
also nur aussen rum, erinnert mich irgendwie an Neuschwanstein,
furchtbar kitschig was sich King Franzel der 1te hier zusammengebaut hat.
Weiter nach Blois. Der Campingplatz liegt weit draußen, wieder
im Regen aufgebaut, wieder im Regen in die Stadt. Blois ist mindestens
so chaotisch wie Paris. Morgen mach ich Rundtour, einmal wegen des
Regens und zweitens wegen dem Westwind, ohne Gepäck lässt
es sich da irgendwie schöner radeln.
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8.7. So Rundtour Blois
Die Rundtour lief etwas anders als geplant, einmal wegen Regen,
und dann wegen des Westwinds. An der alten Brücke nach links,
über St-Gervais nach Chailles, dann über den GR3 nach
Cellettes, dann nach Château de Beauregard, die wollen 48FF
Eintritt, in den Park noch 38FF, das lasse ich, denn in der Hauptsache
geht es um das Thema Hochzeit, und das ist nicht mein Ding: Weiter
Bracieux, ein typischer französischer Ort, da ist gerade Markt,
leckere Sachen! Regen, Regen, Regen!!! Zurück auf der D102
nach Cheverny, ein schönes Schloß, da habe ich das ganze
Programm genommen, Schloßbesichtigung und das Tim & Struppy-Museum.
Die 60FF waren angemessen, finde ich. Danach ein Kaffee in der Sonne,
der Regen dreut wieder, also zurück. Querfeldein, durch
den Ft. Dominale de Russy, einen falschen Weg erwischt und eine Böschung
runter direkt nach Les Laudières und schnell zum Campingplatz.
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9.7. Mo Blois - Amboise (Nazelles-Négron)
Wenn die Sonne scheint, ist sogar Gegenwind erträglich.
Von Blois auf der linken Seite bis Chaumont-s/L., dann über
die Brücke nach Onzain, dann die D58 Monteaux. Ganz schön
viel Verkehr auf dieser Straße, das nervt, also die D65 nach
links und an der Bahn lang. Endlose Felder, riesige Zucchinifelder,
voller dunkelhäutiger Menschen, die sind wohl billiger als
Maschinen. Rein nach Amboise, da ist es voll, da pulst das Leben.
Der Campingplatz ist sehr voll, sehe ich schon vom Ufer her. Also
zurück, 5km nach Nazelles-Négron, da ist ein schöner
kleiner Platz, fast leer und ruhig. Hier bleibe ich erstmal zwei
Tage. Heute war ein guter Tag, 50km in 3 Stunden, trotz Wind. Rein
nach Amboise, Tourismus pur, schöne Bars, viel zu sehen.
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10.7. Di Rundtour Amboise (Nazelles-Négron)
St. Luce hab ich mir geschenkt, da war ich schon mal, außerdem
sind da 3 Busse Japaner vorgefahren, und die Kriegsmaschinenmodelle
des Micheangelos sind nicht so interessant. Über den Berg in
Richtung des Cher, auf der D81 nach Chenonceaux. Hoch den Berg,
raus aus dem Loire-Tal und runter in das Tal des Cher, ich freu
mich jetzt schon auf den Rückweg, da gehts zur Sache, Schätzchen.
Da bin ich im Schloß
um 10 Uhr 30, schon voll, lohnt sich aber. Schon der Weg durch den
Park auf das Schloss zu ist wunderbar, trotz der Menschenmassen,
als ich wieder fahre sind die drei Busse Japaner am ausladen. Durch
das Tal auf der D407 nach Montrichard. Eine alte Ruine auf einem
Berg. Sehr malerisch, auch der Ort ist schön, ein schöner
Kunstladen. Zurück über die D115/61, der Anstieg auf die
Hochebene ist etwas anspruchsvoll, was habe ich geschwitzt, ich
hab es ja auch schon vorher gewusst. Ab 19 Uhr sind Winzer
aus der Gegend auf dem CP, ein Gläschen nach dem Essen kann
ja nicht schaden. Bisher hatte ich auch keinen Weisswein, lässt
sich schlecht kühlen im Zelt. Die Winzer sind froh mich zu
haben, ich bin der einzige Kunde, und leckeren Cremant haben sie
auch mitgebracht. Der Wind nimmt zu, da werd ich morgen Spass haben.
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11.7. Mi Amboise - Savonnières
Ging gut los bei Sonnenschein, nach Amboise und über die
D83 nach St-Martin, ich wollte ja noch die Pagode de Chanteloup
sehen. Dann ein Abstecher zum Château de Nitray, ist bekannt
für guten Wein, nette Leute, schöner Taubenschlag, kleine
Kapelle mit italienischem Einschlag. Wieder zurück über
den Berg ins Loire-Tal nach Montlouis-s/L, da merkt man schon die
Nähe einer Großstadt. Gut das ich hier auf einer Nebenstrecke
bin. Tours ist eine, trotz Fahrradmarkierungen, etwas schwierige
Stadt fürs Radeln. Ging aber doch nicht so schlecht, bin nach Gefühl
und Sonnenstand gefahren, mitten in der Stadt erst mal Pause gemacht,
war besser für die Nerven, dann in der Nähe der Loire nach La Riche. Wieder ein "grand noir", und über
die D88 bis zum Abzweig Savonnières. Kleiner Ort, kleiner
Campingplatz, aufgebaut und Regen. Regen, Regen, Regen, kurz es
ist draußen nass.
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12.7. Do Rundtour Savonnières
Morgens regnet es immer noch, kein Wind, nur Wasser. Heute hab
ich keinen Bock, also was tun? Mittags lässt der Regen nach.
Regensachen an und nach Villandry und nur die Gärten angesehen.
Trotz Regen, ein Erlebnis und ich bin nicht der Einzige, der sich
sowas antut, es ist noch ein Holländer im Garten. Das Schloß
heb ich mir auf, hier fahre ich noch einmal hin. Auf der Rückfahrt,
richtig, im Regen, hab ich noch die Tropfsteinhöhlen von Savonnières
besichtigt. Nun ja, da werden mit Hilfe von Kalkwasser, Kunstwerke
erzeugt. Das ist so furchtbar, das ist schon wieder schön.
Die Geschmäcker sind halt verschieden.
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13.7. Fr Savonnières - Chinon
Eigentlich wollte ich ja erst noch nach Azay-le-Rideau, aber
bei dem Regenwetter habe ich keine Lust. Also los und hinter Vilandry
auf den Deich, Langeais lasse ich mal, ist eine alte Burg, und dann
kommt das Wasser erstmal wieder, bis Bréhémont. Ein
"grand noir" ist doch immer wieder eine Quelle der Kraft
und der Freude. Ein bisschen weiter stehe ich vor dem französischen
Dornröschenschloss Château d'Ussé. Bin ich aber
nicht rein, heute ist kein Kulturtag, und zu viele Busse auf dem Parkplatz.
Und dann setzt der Regen wieder ein und bergauf, aber richtig, es
geht über den Berg in das parallele Tal der Vienne. Kurz vor
Chinon, Wärme, Sonnenschein, was will ich mehr? Aufgebaut,
den Trockenplatz entdeckt, da gibt es unter dem aufgestelzten Sanitärgebäude
Wäscheleinen. Eingekauft, morgen ist ja Feiertag, ein wenig
geschwatzt und selig geschlafen.
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14.7. Sa Ruhetag Chinon
Heute ist Nationalfeiertag, es hat die ganze Nacht geregnet und hört
erst um 10 Uhr auf. In die Stadt gegangen, die Parade gesehen, die
Burg besichtigt, Gedichte von Rabelais gehört, altes Französisch,
verstehe ich kaum. Gut gekocht, es ist ja Feiertag, das Rad geputzt,
gelesen .......................
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15.7. So Chinon - Saumur
Kühl ist es heute und ganz feuchte Luft, gleich am CP die
Strasse runter, am Ufer der Vienne. Da taucht auch der GR3 wieder
auf, am Fluss sitzen Angler, 10km immer wieder Angler. Dann wird
der Weg zu einer Schlammwüste, gestern geputzt, heute die zerfahrenen
Wege der Angler. Quer durch die Felder, über Couziers nach
Fontevraud-l'Abbaye. Da ist der Bär los, ein Riesenhaufen von
Franzosen, keine Touristen. Ich bin da völlig unpassend gekleidet,
die sind alle so rausgeputzt, und ich ein wenig schlammig, die Königsgräber
lass ich mal, ein "grand noir", ich bin schon süchtig,
und weiter in Richtung Saumur. An der Gabelung D947/D751 fahre ich
gerade aus. Da ist ein Berg, den komme ich nicht rauf. Also schieben,
20 Minuten lang, schieben und Sonnenschein, schön. Oben auf dem
Plateau Weinberg an Weinberg, und dann den Berg wieder runter nach
Montsoreau. Links und rechts des Weges Blumen über Blumen,
ein toller Weg.Unten wird es etwas lebhafter, die D947 ist stark
befahren, über den 0ten Meridian nach Saumur. Der CP liegt
auf der anderen Seite, sehr professionell. Aufgebaut und in die
Stadt, in die Burg. Ist aber mehr was für Pferdeliebhaber.
Die Aussicht ist aber fantastisch, einfach königlich. Es ist
auch viel los, Stadtfest. Auf dem CP ist auch viel los, aber noch
erträglich.
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16.7. Mo Rundtour Saumur
Schön das es in den Städten Radwege gibt, irgendwie
fühlt man sich sicherer. Raus aus der Stadt, an der D751 gibt
es ein Pilzmuseum im Tuffstein, rein, angesehen, naja, und weiter.
In St-Hilaire auf die D61, übers Land. In Verrie gibts eine
schöne Kirche, Milly-le-Meugon, ein hübsches Örtchen
mit Schloss (privat). Dann zu der Cave de Mousseaux, nur ein Saal
auf, aber gut. Steinmetze unter der Erde. Dann nach Rochemenier.
Da ist ein grosser Bauernhof unter der Erde, inklusive einer Kirche.
Viele Fotos aus der "guten alten Zeit", würde ich
gerne ein paar Abzüge davon kaufen, aber auf dem Rad? Zurück
nach Saumur, zwei Besichtigungen am Tag reichen. Heute hat es gar
nicht geregnet!
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17.7. Di Saumur - Angers
Morgens fing es dann wieder an zu regnen, erst ganz sacht, dann
mehr. Im Regen gepackt, Übung macht den Meister, und los. Raus
aus Saumur wieder an den Sekt- und Weinläden vorbei, am Pilzmuseum
und auf der D751 bis nach Gennes, dann auf die D132 und im Regen
Kilometer für Kilometer. Zum Glück ist es warm und kein
Wind. Nach Angers will ich nicht rein, in Les Ponts-de-Cé
gibts auch einen Campingplatz, da will ich hin. Aber vorher meint
er oben, er müsste noch giessen und öffnet durch Zufall
den Haupthahn. In Sekunden steht das Wasser hoch auf der Strasse,
kein Abfluss nimmt das noch auf. Die Autos stehen alle, ich fahre.
Kaum auf dem CP angekommen, hörts auf, ich baue im trocknen
auf. Nach dem Kaffee in die Stadt, zur Burg und so. Die Tapeserie
lasse ich aus, da war ich schon mal.
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18.7. Mi Angers - Montjean-s/L.
Ein Morgen wie immer, im Regen abgebaut und eingepackt, Übung
macht den Meister. Direkt an der Loire auf die D132 bis Rochefort-s/L.,
dann über die Brücke nach Savonières, dann auf
der D210 nach Montjean-s/L. Es ist zu merken, das der Atlantik näher
kommt, der Westwind ist sehr stark, Gischt ist auf dem Fluss und
in Montjean schiebe ich über die Brücke. Bei den Böen
ist es mir zu gefährlich zu radeln, ob so ein 40-Tonner wegen
mir anhält, oder langsamer wird? Auf dem Campingplatz bietet
mir der Besitzer ein Zelt für mein Zelt an. Sehr nett, denn
es regnet und windet wie toll. Im Ort gibt es eine Ausstellung von
Skulpturen, gute Arbeiten dabei, alle zu groß zum Mitnehmen.
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19.7. Do Montjean-s/L. - la Varenne
Die Nacht im Zelt-Zelt war schön ruhig, der Wind war nicht
zu merken. Gestern habe ich die Entfernung schon auf 40km pro Tag
gesenkt, mache ich heute wieder. Los im Regen, aber schon nach einer
halben Stund klart es auf, herrlichste Sonne erstmal, linkes Ufer
bis Ancenis, ein "grand noir", und wieder über die
Brücke und links weiter nach Champtoceaux. Den Berg hoch ohne
abzusteigen, bin gut in Form, oben ein toller Ausblick auf das Loiretal,
lohnt sich. Dann über die D751 nach La Varenne. Ein ganz kleiner
Campingplatz, unten im Tal. Im Dorf gewesen, der Bäcker hat
zu, Toastbrot statt Baguette, bääääääh.
Zum Dorf hoch eine Steigung von 16%, da habe ich versagt. KEIN REGEN!
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20.7. Fr la Varenne - Nantes
Unten am Fluss lang, Gemüsefelder jeder Art, Kilometerlange.
Die Einfahrt nach Nantes ist etwas kompliziert. Wenn man die D751
fährt, bis zum großen Kreisel, scharf rechts halten, da
steht ein ganz kleines Schild St.-Sebastian, unter der Schnellstraße
her und dann parallel zu der. Die Stadt ist voller Radwege,
kein Problem. Ich bin dann quer durch die Stadt zum CP Petit Port
gefahren, riesengroßer Platz im Univiertel, und dann in die
Stadt. Innenstadt voll mit den tollsten Läden, ist halt eine
Großstadt, gesehen haben muss man, nach meiner Meinung, die
Passage Pommeraye und die Brasserie La Cigale, den Place du
Commerce, und vielleicht einen der Märkte.
Am Samstagmorgen bin ich dann zu Bekannten gefahren, die mich
und mein Gepäck mit zur Ile de Noirmoutier genommen haben.
Da war ich noch eine Woche, habe mich mit Freunden getroffen, die
mit meinem WoMo dahingekommen sind, und dann mit ihnen zurück
nach Paderborn. Es waren
übrigens so ungefähr 1250 km.
Die Zusammenfassung:
Die Fahrt war toll, trotz Regens. Ich war darauf auch vorbereitet,
nur das es so nass wurde, war Pech.
Der Vorteil des Fahrradfahrens
ist, es ist langsam genug viel zu sehen, es ist schnell genug Veränderungen
zu bemerken.
Die Loire wechselt ständig ihr Gesicht, das Land
ist voller Überraschungen.
Probleme mit der Ausrüstung
gab es, bis auf den Anfang, nicht. Probleme mit den Franzosen auch
nicht, obwohl ich die Sprache kaum beherrsche. Eigentlich waren
alle freundlich, vielleicht hätten zwei oder drei LKW-Fahrer
....., aber das lass ich mal.
Die französischen
Autofahrer sind rücksichtsvoller als die Deutschen,
gefährlich wird es manchmal nur auf den alten Loirebrücken, die sind ein
wenig zu schmal für den heutigen Verkehr. Wenn man sich an
die Kreisel gewöhnt hat und sich breit macht und den Anderen
zeigt, was man will, ist es völlig ungefährlich
da durchzukommen.
Und wenn du einen Berg hochastest, und neben dir
ein Auto langsam wird, die Fenster runtergehen, wollen die nix von
dir, die wollen dich nur anfeuern, so unter Sportsfreunden (ist
mehr als einmal passiert).
Ich würde es wieder tun! Ich plane
da schon was für 2003, vielleicht von Avignon nach Nantes, wieder
an Flüßen entlang,
oder so.
Ich hatte Top 100 Karten von IGN ( die Blätter 36, 27, 26,
25, 24, schon in Deutschland gekauft), den Radreiseführer: Loiretal,
von Nevers zum Atlantik (ISBN 3-924012-76-8) und den Reiseführer:
Tal der Loire (ISBN 3-7701-3913-5) mit.
zum Anfang Reisebericht
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Die
Loire in Nevers
 La
Charité-sur-Loire
 ein
Schlößchen bei Tracy-s/L
 vor
Sancerre, guter???
 Sicht
von der eisernen Kanalbrücke in Briar auf die Loire
 Johanna
ist überall
 Das
Schloss Sully-s/L
 Das
Mosaik
 die
Einfahrt nach Châteauneuf-s/L
 es
gibt Radwege!!!

Orleans
 in
Beaugency
 Talcy
 Speisezimmer
in Talcy
 ein
kleines Eckchen von Chambord
 Blois
 Cheverny,
die Heimat von Tim und Struppy
 ein
wichtiges Telegramm an Cpt. Haddock
 Amboise
 Chenonceaux,
zwar nicht an der Loire, aber trotzdem eines der schönsten
Schlösser Frankreichs
 Montrichard
 mitten
in Tours
 Villandry
 der
Gemüsegarten
 Château d'Ussé
Blick
vom Schloss auf Chinon
 Johanna
trifft Karl
 bei
Couzier
 kurz
vor Saumur
 Saumur
 in der Cave de Mousseaux
 Angers
 etwas
windig heute
 das
Zelt im Zelt
 Champtoceaux
Die Loire 10 km vor Nantes
 Loire
in Nantes
 auf
der Ile de Noirmoutier
und
irgendwann kam ich auch wieder nach Hause
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