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Donnerstag 12.8. Paderborn
nach Chateaudun
Ruhig und gemächlich, überall
alle Geschwindigskeitsbegrenzungen eingehalten.
Nix los. auch nicht in Paris, auf der Peripherique.
Die A6B ist gesperrt, über die A6A raus.
Der erste Wegweiser zum Camping
Municipale steht nach dem ersten Kreisverkehr
in Richtung Stadt. Rechts rein und auf einem kleinen
Sträßlein unten am Fluß entlang.
Der
erste Eindruck der Stadt ist gut und der Campingplatzwart
ist nett und hat kein Problem mit meinem "Langzeitparken".
Der Platz ist nämlich ziemlich leer.
Aufgebaut,
was zu Essen gekocht und dann in die Stadt. Wenn
man mit dem Radl zum Schloß will, am Besten
auf
der Strasse bleiben und den Berg hochfahren, oben
links halten, wieder links und schon steht man davor.
Freitag 13.8. Chateaudun
nach Vendome.
8 Uhr 30 gab es Baguette, lecker
gefrühstückt, eingepackt und um 9 Uhr
45 los.
Über St-Denis les Ponts, Chatay, Moulin,
usw nach Cloyes-sur-le-Loir. Da habe ich ein kleines
Problem. Es dauert, bis ich kapiert habe das ich
am Bahnhof rechts ab muss. Karte lesen, irgendwie
noch nicht wieder drin.
Und dann weiter, immer an
der Loir entlang in Richtung Vendome. Ab Lisle wird
es dann etwas aufwendig, da muss man mächtig
aufpassen, nicht auf der N10 zu landen. Ich bin über
Nebenstraßen zur D36 gefahren und dann in die Stadt.
Nach dem Aufbau und dem Kochen in die Stadt.
Da ist mächtig was los. Die Loir teilt sich
in mehrere Teilarme auf, es gibt Bootsrundfahrten
und alles was das Touristenherz freut.
Die Karte gibt es hier
Samstag 14.8. Vendome
nach La Chatre-sur-Loir
In der Nacht hat es kräftig
geregnet. Ich liebe es nasse Zelte einzupacken.
Gleich am Anfang gab es einige kräftige Anstiege,
vielleicht wäre es besser gewesen über
Villiers zu fahren. Montoire taucht bald auf, auch
in
Tròo angehalten und in die Bergwand
gegangen, da gibts diese typischen Berghöhlen
für dieses Gebiet. Das Wetter ist nicht so freundlich, es
kühlt sich ab und ich ziehe schon mal einen Pullover
an, reine Vorsichtsmaßnahme.
Weiter über
Nebenstrassen. Über Couture (nein, es war nicht
haute couture), Trèhet nach La Chatre-sur-le-Loir.
Die Karte gibt es hier
Sonntag 15.8. La
Chatre-sur-Loire nach Le Lude
Es ist kalt, lange Hose und Pullover
angezogen. Ziemlich mißmutig das nasse Zelt
und den Rest eingepackt. Schon früh um 9 Uhr
30 los.
Über Marcon, St-Cecile nach Chateau-sur-Loir.
Da fiel mir ein, das ich irgendwo was über
eines der schönsten Dörfer Frankreichs
gelesen hatte. Das sollte irgendwo hier südlich
sein. Also abgebogen
nach Nogent-sur-Loir. Da sollte das liegen, den
Namen hatte ich nicht parat.
War nix, also den Berg hoch bis zur D305. Unterwegs wurde
es dann warm und raus aus den Klamotten, dafür
sah es dann gefährlich nach Regen aus. Über
Vaas schnell in Richtung Le Lude. Die Reste des
römischen Theaters angesehen, in die Regensachen
und weiter nach Le Lude.
Aufbau, Kaffeetrinken und
in die Stadt. Leider kam der Regen wieder ......
und blieb auch lange.
Die Karte gibt
es hier
Montag 16.8. Le
Lude nach Langais
Natürlich hat es in der Nacht
kräftig geregnet, ich hätte sonst was
vermisst, aber langsam kam die Sonne durch. Heute
soll es von der Loir zur Loire gehen. Ich habe mir
verschiedene Strecken angesehen und die glatteste
ausgewählt.
Über die D307 nach Noyant.
Da soll es Dolmen und Menhire an der Strecke geben,
ich habe sie nicht gefunden. In Noyant, am Marktplatz,
gibt es einen leckeren Bäcker. In Breil bin
ich zum Schloß gefahren und von Jagdhörner
empfangen worden. Da war ein großes Jägertreffen,
der Park war deshalb leider gesperrt. Und weiter
über Rille und Homes nach Langais.
Eine schöne
Strecke, wellig aber nicht hügelig. Aufgebaut
und Wäsche gewaschen. Die Sonne scheint! Schnell
in die Stadt.
Die Karte gibt es hier
Dienstag 17.8. Langais
nach Amboise
Um 10 Uhr los, bedeckter Himmel,
kalter Wind. Auf der Brücke über die Loire
muß ich langsam fahren, der Westwind ist ziemlich
böig. Dafür habe ich auf dem Loire-Radweg
Rückenwind. In Villandry muß ich
natürlich in den Garten, der sieht ja zu jeder
Jahreszeit anders aus und so spät war ich da
noch nie.
Am Anfang von Tours verliere ich
den Loire-Radweg. Tours ist für mich etwas
problematisch, aber nach einigem Suchen habe ich
wieder raus gefunden und bin nach Amboise gerauscht.
So ein kräftiger Rückenwind ist was schönes.
Es sieht mal wieder nach Regen aus. Der Campingplatz
ist proppevoll, die Stadt auch, gut das es morgen
weiter geht.
Die Karte gibt es hier
Mittwoch 18.8. Amboise
nach Vineuil
Das Wetter ist etwas bescheiden,
in der Nacht hat es etwas getröpfelt, nicht
viel, aber das Zelt ist nass. Mittwochs hat der Bäcker
auf dem Campingplatz zu. Zum Glück ist vom
Vortag noch was zum Frühstück da. Und
weil alles so bescheiden aussah, bin ich schon früh
los.
An der Brücke rechts nach Vilvent und
da auch gleich wieder rechts über Nebenstrassen
nach Limeray und dann auf der D1 in Richtung Blois.
Da lässt sich gut fahren, kaum Autos und auch
viel zu sehen.
Bei Ouzain habe ich mir gedacht,
ich brauch mehr Leben und bin nach Chaumont-s/L
abgebogen. Etwas störend war die Bahnunterführung
für Radler. Dann kommt wieder die Loire, rechts
sieht man das Schloß, ich bin da nicht hin
und dann 6km auf der D751, da geht das noch, bis
Candè-sur-Beuvron. Links ab auf die D173
und auf dem Loiredeich bis kurz vor Blois.
Und dann
frech links ab auf die D751, da ist es schon voller
und nach ein paar Metern rechts ab auf das Betriebsgelände
eines Reifenhändlers. Das Tor auf der anderen
Seite steht offen und da kann man links auf den
Loire-Radweg nach Blois. Natürlich verliert
man in Blois den Radweg, aber ich habe Glück
und finde schnell den Weg zur D951, an der der Campingplatz
liegt.
Die Karte gibt es hier
Donnerstag 19.8. Vineuil
nach Muides-sur-Loire
Heute soll es wenig Strecke werden.
Langsam gefrühstückt, langsam gepackt,
die Sonne scheint, Friede, Freude, Eierkuchen.
Ich
hatte mir schon in Amboise gedacht, das es bei dem
Schloß Chambord voll wäre. Meine kühnsten
Erwartungen werden aber noch weit übertroffen.Schon
um 11 Uhr stehen Schlangen beim Kartenverkauf. Gut,
das ich nicht hinein wollte. Ich gehe etwas draußen
herum, trinke einen Kaffe aus einer Plastiktasse, der gar nicht
mal so schlecht war und beschliesse weiter zu radeln.
Durch
Zufall sehe ich ein offenes Tor, sehe auf meine
Karte, da geht ein befahrbarer Weg, kein Verbotsschild
oder sowas und fahre rein. Ein wunderbarer Wald,
ganz toll, ganz einsam, keine Menschenseele. Kurz
vor einem Abzweig nach Norden hält mich eine
Truppe Förster auf, nett und freundlich.
"Werbistdudassindwirwokommsteherwowillstehinwasmachstehier dasdarfstdugarnicht!"
Alles nett und freundlich
auf französisch und englisch. Das Tor war durch
Zufall mal offen und ist jetzt zu, alle anderen auch
und wenn ich vor ihrem Feierabend raus will, gibts
nur einen Ausweg. Da fahre ich dann hin, entkomme
dem eingemauerten Wald. Da geht wirklich eine fast
lückenlose, hohe Mauer rum und ich erreiche nach
längerem Radeln Muides-s/L.
In der Karte ist die "verbotene
Strecke" nicht eingezeichnet.
Die Karte gibt es hier
Freitag
20.8. Muides-sur-Loire nach
Chateaudun
Das herrlichste
Wetter, die Nacht war trocken und schon morgens
ist es warm. Ich habe mir eine schnelle, ziemlich
gerade Strecke ausgesucht. Nach dem Frühstück
gepackt und um 10 Uhr los.
Über Mer
erstmal nach Talcy. Ins Schlösschen gegangen,
schön. Hier bin ich schon mal gewesen und ich
finde es so toll, das ich noch mal hier hin fahre.
Dann an endlosen Feldern vorbei,
kilometerweit z.B. Zwiebeln, über Marchenoir,
Verdes nach Chateaudun.
Die Karte gibt es hier
Das Auto steht
noch da, springt noch an, alles o.k. Am nächsten
Morgen alles ins Auto geworfen und zurück nach
Hause. Unterwegs überlege ich schon, wo es denn
nächstes Jahr so für 8 Tage hin gehen
könnte.
Geplant habe
ich mit IGN-Karten der Serie Top 100 Blatt126,
127 und 133
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