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Falls jetzt einer meint,
aber erst wird der Wok mit heissem Öl ausgeschwenkt, das kommt
dann weg und dann kommt noch mal frisches Öl rein, hat er recht,
das steht in vielen Büchern so. Mach ich nicht, ich bin kein
Ölscheich.
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[Kochen mit Wok]
[Wok - Rezepte]
[Wok - Kram]
Mal
was vorweg,
wenn
ich hier jetzt Tips zum Kochen mit einem Wok gebe, muß
ich als erstes mal was über Sicherheit erzählen.
Es sollte klar sein, daß Chilies eine scharfe
Sache sind, wie ein gut gepflegtes Messer. Also, alles
was mit Chilies in Berührung kommt, kann, besonders
für Kinder, gefährlich sein. Wascht euch die
Hände, bevor ihr irgend jemanden anfaßt,
reibt euch nicht unbedacht die Augen.
Zweitens,
wenn ihr im Wok fritiert, denkt an eure Standsicherheit
und an die des Woks, da ist nämlich Fett
mit einer Temperatur von annähernd 200 Grad (oder
mehr) drin, da
kann schon was passieren. So wenig Öl wie möglich
nehmen.
Besonders beim Betrieb mit
einem Gasbrenner, steht so ein Wok schnell in Flammen.
Wenn ihr dann mit Wasser löschen wollt, gibts
was explosionsähnliches. Ich bin übrigens
nicht bei der Feuerwehr.
Und
jetzt gehts los.
Ein Wok ist ein universelles Kochgerät,
ideal zum dämpfen, pfannenrühren,
fritieren. Außerdem
kann man da drin auch räuchern
Das
Dämpfen: sicherlich hast du dich schon
über den hohen Deckel vom Wok gewundert, hat ja
was von Harry-Potter-Hut-Höhe. Der hohe
Deckel ist
ideal zum dämpfen. Der Wasserdampf, der
beim Garen entsteht, kondensiert an der Innenseite und
läuft daran runter, in den Topf und tropft nicht
auf das Gargut. Die Methode schont das Gargut, erhält
die Nährstoffe und das Aroma.
Zum Dämpfen braucht
man nicht unbedingt diese schönen Bambuskörbchen aus dem
Asia-Market, aber praktisch sind sie
schon. Die Körbe gibt es in verschiedenen
Größen. Wenn man möchte, kann man auch
mehrere übereinanderstellen, aber der Deckel muß
noch gut auf dem Wok aufliegen. Wenn der Korb zu klein
ist und im Wasser liegt, kann man mit 2 Holzstäben
eine Auflage für den Korb basteln.
Es geht
aber auch anders, unten
in die Mitte kommt ein Schüsselchen oder sonst
was, das Wasser wird eingefüllt und zum Kochen
gebracht, das Dämpfgut wird auf eine Platte oder
Teller gelegt, aufgesetzt, den Deckel drauf und los gehts.
Das
Dämpfen geht langsam, es braucht Wasser im Wok,
als pi - mal - Daumen-Regel würde ich den Wok zu einem
Drittel mit Wasser füllen und den Wasserstand auch
hin und wieder kontrollieren, lieber 1x zuviel, als 1x
zu wenig. Und wenn nötig, heißes Wasser nachfüllen
und das Wasser immer schön am Köcheln halten.
Viel Hitze ist dafür nicht erforderlich.
Im Prinzip geht das auch in normalen Töpfen, genauso
gut. Na ja, zumindest sehr ähnlich.
Hier ist
ein typisches Gericht für
das Dämpfen.

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Was
ich am Wok besonders schätze, ist das Pfannenrühren.
Nur ist das nicht so einfach, dazu braucht es schon
ein wenig Übung. Und nach Möglichkeit solltest
du einen Gasbrenner dafür haben. Das Pfannenrühren
ist was für richtig große Hitze. Falls du
sowas nicht hast, mach es halt mit dem, was du hast.
Es ist zwar weit weg vom Orginal, aber das sind wir
auch. Und die Authentizität ist hier sowieso nicht
zu erreichen, also machs so, wie du das willst, der
Koch hat immer Recht.
Der
Trick bei dieser Zubereitung ist, das garen in wenig,
aber sehr heißem Öl. Durch die grosse Hitze
gart es schnell. Und weil es so heiss ist, muss das
Gargut dauernd bewegt werden. Und deshalb muss alles
was gebraucht wird, bereit stehen. Es ist ein kurzer
Weg vom Nahrungsmittel zur Kohle.
Als erstes
werden erstmal alle Zutaten gesäubert und zurecht
geschnitten, nicht zu gross und nicht zu klein, schön
gleichmässig. Dabei
macht man sich schon Gedanken, wie lang die Garzeiten
sein werden und füllt es nach dem Schnipseln in getrennte
Gefässe. Gemüse mit grober, fester Struktur
braucht natürlich länger als z. B. frische
Erbsen, das muß
beim Garen berücksichtigt werden. Fleisch braucht
im allgemeinen die längste Zeit.
Es werden auch
alle weiteren Zutaten bereit gestellt, wie Würzmittel,
Saucen, Geschirr zum Servieren, einfach alles.
Als erstes
den Wok heiss werden lassen, ein wenig Öl hineingeben.
Den Wok schwenken damit die Wandung benetzt wird
und dann die Gewürzzutaten, wie Knoblauch, Ingwer,
Zwiebel und nach ein paar Sekunden die Zutaten mit der längsten Garzeit,
wie Fleisch, Möhren, Kohl usw.
Dabei rühren,
rühren, rühren. Die fertig gegarten Teile
nach oben an den Rand schieben, die Zutaten mit der kürzeren
Garzeit hingeben, Erbsen, Sprossen usw. und rühren,
rühren, rühren.
Dann die schon fertig gegarten
Zutaten wieder nach unten rühren, würzen,
rühren, rühren, rühren. Fertig.
Die Nachteile sollen nicht verschwiegen
werden, es ist aufwendig, man kann nicht für viele
Personen auf einmal garen, es geht eigentlich immer
nur eine Portion, vielleicht mit Übung für
zwei.
Es ist keine
Schande, wenn Du das Verfahren änderst und erst
alles garst, was länger dauert. Dann das Gegarte in einen nicht zu
heißen Topf umfüllst, die Zutaten mit
der kürzeren Garzeit zubereitest, alles zurück in
den Wok, würzen einmal mischen und richtig erhitzt
und dann alles auf einmal im Wok servierst.
Hier ist
ein typisches Gericht für
pfannenrühren.
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Fritieren
geht im Wok sehr gut, besonders auf einem Gasbrenner,
die nötige Hitze ist dann schnell erreicht. Vorteil
ist, das man nicht sehr viel Fett benötigt, ausserdem
ist die weite, runde Form des Woks zum bewegen des Garguts
sehr gut. Meist wird das zu Fritierende mariniert,
in Stärke oder einem dünnen Teig gewendet.
dadurch bleibt es schön saftig.
Das Öl hat über
180 Grd C, wenn ein etwa 3cm grosser Brotwürfel in 1 Minute
schön braun ist. Oder man taucht einen hölzernen Kochlöffel
ein, wenn es perlt, ist das Öl heiss genug.
Kipp das Fritiergut
nicht einfach ins Öl, das spritzt! Nimm eine Zange oder einen
chinesischen Drahtgeflechtlöffel. Nachdem du das Fritiergut
eingelegt hast, dreh die Hitze zurück, dreh sie vor der nächsten
Portion wieder hoch.
Der absoluten Kochprofi
benutzt natürlich dazu Stäbchen, ich bin kein Profi.
Hier ist
ein typisches Gericht für
fritieren.
Das
Räuchern ist aufwendig, ich habe da eine extra
Seite gebastelt, bitte hier auf
klicken.
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