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Ziel ist die Toskana, die ist groß,
und festgelegt, wo es genau hingehen soll haben wir
nicht. Nur Pisa, Florenz, Siena und Sempriniano sind
festgelegt.
30.5.02 Start mit kleinem Fehler,
ein kleines Pillendöschen vergessen. Zum Glück
sind wir erst 20 Km von zu Hause weg. Umgedreht, geholt
und dann wieder in Richtung Süden. An der Autobahn
ein Schild "Camping Sonnenhof". Irgendwo bei
Ellwangen. Da ich keine Lust zum Fahren hab, hin. Liegt
schön, voll belegt, viel los. Ein
wenig rumgelaufen, gegrillt, der Urlaub fängt an.
1.6.02 Weiter in Richtung
Bodensee, unterwegs Pause in Wangen. Schöner Ort,
buntbemalte Häuser, viele kleine Läden. In
Lindau gelandet, sofort ein CP-Schild gesehen, direkt am See.
Gleich einen Platz bekommen, trotz der heiligen Mittagsruhe.
Aufgebaut, Fahrräder runter und nach Lindau rein.
Eine Dampferfahrt über den See, Kaffee, Kuchen
usw., usw. Auf dem Platz ist viel los, Pfingstferienende
in Schwaben. Wir beschliessen uns erstmal zu erholen,
also einen Tag Pause.
2.6.02 Fahrradtour nach Bregenz
und weiter in Richtung Schweiz. Viel am See gesessen.
Morgen geht es aber weiter.
3.6.02 Lange gefrühstückt,
dann weiter nach Bregenz in Richtung Schweiz. Ich bin
ja zu knickrig ein Pickerl zu kaufen, aber für
die paar Meter lohnt es sich nicht. Wir sind gestern
ganz schön weit geradelt, stellen wir fest. Die
E43 quer durch die Schweiz. Die ungeheuer starke Motorisierung
macht sich bemrkerbar, 72 PS sind nicht das meiste,
reicht aber. Und dann sind wir schon in Italien, es
ist bedeckt, aber warm, sehr warm. Die langweilige A1,
die kann schon nerven. Also Pause, nach einem Campingplatz
sehen, da ist auch einer" Piccolo Paradiso",
eine ziemlich steile Anfahrt, aber ein schöner
ruhiger Platz, ein kleiner Laden, eine Bar mit leckeren
Sachen, liegt an der Abfahrt Sasso Marconi.
4.6.02 Mittags sind wir
in Florenz, die Fahrt zum CP Michelangelo klappt problemlos.
Ein angenehmes, ebenes Plätzchen ist auch noch
frei. Und dann in die Stadt. Ach, was soll ich über
Florenz erzählen, es ist schon toll. Hin und her
gelaufen, viel gesehen, viel im Reiseführer gelesen. Am
Abend nach dem Essen, "ach, lass uns eben auf den
Platz gehen( den Michelangelo), auf die Stadt gucken",
dann waren wir natürlich noch bis in die Nacht
in der Stadt. Die Italiener verstehen was vom Leben,
das muss man als Teutone schon zugeben.
5.6.02 Und noch ein Tag in Florenz.
Nach langem Frühstück machen wir uns auf den
Weg, immer der Nase nach. Am Fluß lang bis zur
Ponte Vechio, ein wenig nach Gold geschaut, dann am
Dom vorbei, zum Mercato Centrale. Tja, sowas gibts zu
Hause nicht, noch nicht mal Ähnliches. Also erstmal
eingekauft, was man so zum Abendessen brauchen könnte.
Auf dem Rückweg über den Markt von San Lorenzo.
Dann ein Eis, natürlich aus dem ersten Laden am
Platze. Und weiter durch die Stadt, heute sind Läden
dran. Auf dem Rückweg zum CP entdecken wir durch
Zufall einen schönen Rosengarten unterhalb des
Michelangelo. Spontan wird beschlossen, morgen noch
ein Tag Florenz. Abends gibts geschmorte Artischoken,
Hähnchenrollbraten und Gnochi.
6.6.02 Also noch ein Tag. Hauptpunkt
der Giadorno Boboli. Also los und zum Piazza di Pitti.
Unterwegs gibts allerdings schon viel zu sehen. Die
Viertel ausserhalb der Touristenströme sind auch
schön. Nach dem vielen Hin und Her haben wir uns
das Kaffeehaus im Garten geleistet. Nun ja, erster Klasse
auf einem der kleinen Balkone außen am Turm gesessen.
Teuer war es, ich will das hier öffentlich nicht
äußern, sonst meinen alle ich wäre Millionär,
es ist halt Florenz. Aber der Ausblick ist schon schön. Dann
spontan durch die Stadt, wieder zum Markt bei San Lorenzo,
Karin hat da gestern eine Jacke gesehen.... nun gut.
Dann langsam wieder zurück, Eis und so und auf
dem Weg zum CP setzt der Regen ein, Gewitter zieht auch
auf. Es regnet sehr ergiebig, rund ums WoMo steht das
Wasser ziemlich hoch.
7.6.02 Es ist Schietwetter, solln
wir oder solln wir nicht? Erst nicht, dann doch,
um 11 Uhr 30 gehts weiter, Richtung Pisa. Aber das war
nicht so einfach, halb Florenz ist an der westlichen
Seite eine Baustelle, und da hab ich erstmal ein Schild
übersehen, oder es war gerade verdeckt. Nach einigem
Suchen gelingt mir aber doch der Ausbruch, Pisa ist
ja nicht so weit, einfach nach Westen und schon sind
wir da. Der CP ist nicht so der Hit, ziemlich aufgeweicht,
ich fahr mich fest, und rutsche beim Versuch frei zu
kommen, rückwärts ganz sacht gegen ein anderes
WoMo. Zum Glück ist da nix passiert, nur das Hinterrad
meines Radels ist hin, das hat die Kräfte aufgenommen.
nach etwas Mühe komme ich frei und finde festeren
Grund. Dann in die Stadt, ist ja nur 1km, und wir
sind florenztrainiert. Der Turm, wir stehen davor, mit
uns scheinbar dreitausendachthundertsiebenunddreissig
Japaner und fünftausendeinhundertsechsundsiebzig
andere Touris. Alles ist voll, auf den Turm kann man
gehen, um 16 Uhr 30 sind noch Plätze frei, wir
verzichten. Eine Ehrenrunde in den Dom und so, und dann
in die Stadt.
Das hatten wir uns anders vorgestellt,
aber nun ja, es ist halt die Pflichtübung, Pisa
muss man gesehen haben, wir haben.
8.6.02 Wir brauchen etwas Ruhe, stellen
wir fest, das war zu viel, wohin? Volterra. Die Platzwartin
gibt uns noch einen Tip, wie wir am schnellsten aus
der Stadt kommen. Erst auf der Schnellstrasse "Firenze-Pisa-Livorno",
und dann die N439. Schon der Weg dahin war schön,
dann den Berg hoch, fantastisch. Der CP liegt etwa 1km
vor dem Ort, einfach, aber ausreichend. Und dann in die
Stadt. Volterra ist alt und das ist auch zu sehen. Einen
Palazzo, der der Viti, besichtigt. Leute die mit Alabaster
reich geworden sind. Alabaster gibt es hier an jeder
Ecke, die schönsten Sachen. Wir haben uns allerdings
etwas zurückgehalten
9.6.02 Morgens regnet es ziemlich
lange. Nach dem Frühstück wollen wir weiter,
aber zu erst einmal nach "La Balze". Eine
wilde Landschaft direkt hinter dem CP. Und dann auf
Umwegen nach San Gimignano. Da ist was los, da boxt
der Papst, hin und her und rauf und runter, kein Parkplatz.
Ist ja Sonntag, da sind die Italiener auch unterwegs.
Wir parken ausserhalb in einer Siedlung. In der Stadt
gab es vor lauter Menschen nix zu sehen, aber das beste
Schokoeis der Welt, habe ich gegessen. Irgendwie macht
uns das Gewimmel heute keinen Spass, und hier bleiben
wollen wir auch nicht, also weiter nach Siena. Der CP
liegt weit draussen, ist aber gut, Bustickets gibt an
der Rezeption, die Haltestelle ist auch fast vor der
Tür. Für heute reicht es uns, es gibt gefüllten
Hasenbraten und einen leckeren Roten aus Pitigliano.
10.6.02 Heute ist Siena dran.
Mit dem Bus in die Stadt, schon um 10Uhr, da ist es
noch leer. In den Dom. Ach ja, wer den Dom von Siena
gesehen hat, war schon im Himmel. Kaffee getrunken,
amCampo, 11 Euro, nun ja, die Kulisse ist es wert. Dann
in das Museum am Dom und auf den Turm. Und dann kam
Karin die Terrakottofigur über den Weg gelaufen,
die habe ich dann quer durch die Stadt geschlürt,
wie ein kleines Kind. Und zur Feierabendszeit mit dem
Bus zurück, schöööön. Morgen
wollen wir aber weiter, wir müssen mal wieder Ruhe
haben.
11.6.02 Ganz gemütlich los
in Richtung Arrezzo. Unterwegs machen wir Halt bei einem
Geheimtipp. Den Namen sag ich aber nicht. Ein paar Deutsche
haben da so einen Art Biohof aufgebaut. Alles ohne Preisauszeichnung,
qualitativ wohl gut, aber merkwürdige Leute als
Kunden, nur Deutsche, ich habe meine
Vorurteile ...Da ist es so schön da machen auch
Fotografen für Feinschmeckerzeitungen Fotos, hab
ich genau gesehen, und wieder erkannt, neulich. In
Arrezzo kein Parkplatz frei, alles voll. Weiter zum
Lago Transimeno. Die Schilder sind eine Katastrophe,
ich komme da mit Müh und Not hin, oder ich habe
mich mal wieder saudumm angestellt. Den ersten CP, den
wir sehen, nehmen wir. Schön, dritte Reihe vor
dem Seeufer, ruhig, nur Holländer, und Weissbier
gibts da auch. Hier bleiben wir erstmal, so!
Und das haben wir auch gemacht,
bis zum 17.6. sind wir da geblieben, ein wenig Rad gefahren,
ein wenig geschwommen, ein wenig gut gekocht, und viel
gefaulenzt.
17.6.02 Heute sind wir weiter,
aber wir wollen nicht weit fahren, es ist heiß.
Assisi haben wir ausgeguckt. Am See lang Richtung Perugia.
Assisi ist schnell erreicht, als Campingplatz hatten
wir uns den"Fontemaggio" ausgesucht, oben
auf dem Berg, und das war auch so. Endlos den Berg rauf.
Der Platz selbst fast leer, nix los. Sofort in die Stadt,
da gabs einen schönen Fussweg. Die Stadt selber,
sehr alt und leider immer noch viele Baustelle vom letzten
Erdbeben. Bis 17 Uhr haben wir uns da rumgedrückt,
die Lebensmittelläden waren bis dahin zu. Dann schwer
bepackt den Berg wieder rauf, schön war es hier.
18.6.02 Am Morgen war es schon
klar, es wird heiss, einfach mal auf die Karte geschaut
und, Lago Bolsena soll es sein und los. Ein Bogen hier,
ein Sträßchen dort und so kamen wir irgendwie
nach Montefiascone, ein Schild Camping und hin. Ganz
kleiner Platz, nur ein Stern, aber Schatten durch hohe
Bäume, direkt am Seeufer, nette Leute, ach da bleiben
wir ein wenig.
Die Fahrräder runter, ein wenig am See lang, ein
wenig die Stühle an das Ufer gestellt, den Leuten
vom CP gezeigt, wie ein Weizenbier ins Glas kommt, ohne
das es überläuft, viel
gegessen und gelebt, und auf einmal war es Samstagabend,
und am Sonntag waren wir in Sempriniano zum Kaffee eingeladen.
24.6.02 Sonntag, wir müßen weiter,
auf nach Pitigliano. Eine wunderbare Stadt, ein wenig
Wein gekauft, ein wenig Käse, mehr braucht der
Mensch doch nicht. Dann noch eine Schleife nach Sorano,
und Sovano, Übertreibungen liegen mir. Dann nach
Sempriniano, da macht unser Sohn gerade Kurzurlaub.
Abends in der Laconda La Pieve gegessen. Eine tolle
Küche, sehr empfehlenswert, freundliche Leute,
wenns nicht so weit wäre, ginge ich da öfter
Essen.
25.6.02 Morgens weiter nach Saturnia,
und an der Mühle ins Wasser. Da wird gewaltig gebaut,
das sieht so aus, als wenn demnächst da nur noch
geregelter Betrieb ist. Ein Bauarbeiter schreit was
von Polizei, aber da sind wir schon wieder weg. In Manciano
haben wir den Vorrat erstmal wieder aufgefüllt,
und weiter in Richtung Küste. Unterwegs kam dann
der Plan, Park Tarot, und hin. Garnicht so einfach,
wenn man nicht von der Autobahn kommt, nix ausgeschildert,
hat aber trotzdem geklappt. Der Park hat sich gelohnt,
finde ich, trotz 10 Euro pro Person.Dann ans Meer. Capalbio
war das nächste. Riesengroß, enttäuschender
Strand, irgendwie fangen in Italien die Ferien an, es
ist voll.
26.6.02 Wir wollen zurück,
wir sind erholt genug, auf nach Norden. Zuerst nach
Lucca, ganz anders als die anderen Städte, weiter
nach Carrara. Und da mit dem WoMo die Berge hoch, zu
den Brüchen. Oh, was gibt es doch schöne Sachen.
Sagenhaft. Weiter in Richtung La Spezia. Unterwegs kamen
wir an einem Wegweiser nach Parma vorbei. Und sofort
rechts rum und in Richtung Heimat. In Aula haben wir
das Abendessen gekocht, und weiter. Auf irgendeiner
Autobahntankstelle haben wir die Ohrenstöpsel eingesetzt
und schön geschlafen.
27.6.02 Weiter nach Norden und
weils so schön war, sind wir über den San
Bernadino gefahren, geht auch mit 72PS problemlos. Und
dann standen wir wieder auf dem CP in Lindau.
28.6.02 Eben noch Freunde in
München besucht und dann nach Hause. In der Nacht
um 2 Uhr standen wir dann vor der Wohnungstür.
Nur hatten wir keinen Schlüssel. Den hatte unsere
Nachbarin, aber nacht um 2 Uhr schellen? Also wieder
in das Womo und geschlafen.
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